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Gedanken teilen und Impulse erhalten
Philosophischer Salon
Stell dir vor, du sitzt mit einer Tasse Tee in der Hand in einem Raum voller neugieriger Geister, bereit, gemeinsam die großen Fragen des Lebens zu erkunden – willkommen beim Philosophischen Salon in Freiburg!
Der Philosophische Salon von Hypatia CMP orientiert sich an den literarischen Salons des 19. Jahrhunderts und bietet dir einen inspirierenden Treffpunkt, um dich mit anderen nachdenklichen Köpfen auszutauschen.
Wir laden dich ein, spannende Impulse und freundliche Provokationen zu erleben, die dich dazu anregen, gedankliches Neuland zu betreten. Bei uns ist jedes Thema willkommen: sei es Politik, zwischenmenschliche Beziehungen, Spiritualität und Religion, wissenschaftliche Fragestellungen oder Kunst.
Komm vorbei und entdecke die Vielfalt der Gedanken – wir freuen uns auf dich!
Termine & Themen 2026
Jeweils von 15:00 bis ca. 17:30 Uhr:
25. April – Sich selbst begegnen (Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein)
30. Mai – Sinn des/meines Lebens
10. Oktober – Zweifeln und Scheitern
28. November – Mut
Aktuell
Sich selbst begegnen: Selbsterkenntnis, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein
„Erkenne dich selbst“ – dieser berühmte Spruch am Apollon-Tempel in Delphi ist seit über 2500 Jahren eine der zentralsten Aufforderungen der abendländischen Philosophie. Doch was bedeutet es heute, sich selbst wirklich zu begegnen?
Im nächsten Philosophischen Salon widmen wir uns drei eng miteinander verbundenen Konzepten:
- Selbsterkenntnis – Wer bin ich? Wie kann ich mich jenseits von oder gerade durch Rollen, Erwartungen und Selbstbildern kennenlernen?
- Selbstvertrauen – Vertraue ich mir? Was ist Selbstvertrauen? Wie entsteht und wächst es?
- Selbstbewusstsein – Bin ich mir meiner bewusst? Im philosophischen Sinne: das Bewusstsein seiner selbst als denkendes, fühlendes, handelndes Wesen. Wie werde ich mir meiner eigenen Subjektivität gewahr? Und wie beeinflusst diese Gewahrheit mein Verhältnis zu anderen?
Sich selbst begegnen – ausgerechnet in einem Raum der Begegnung mit anderen Menschen? Mal sehen, was wir am 25. April miteinander über uns selbst in Erfahrung bringen können.
Gesprächsethik
Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme ist die Freude am Reflektieren mit Gleichgesinnten und Andersdenkenden. Der Philosophische Salon verfolgt keine therapeutischen Ziele, sondern bringt Menschen zusammen, die gemeinsam über bestimmte Themen philosophieren und sich respektvoll austauschen möchten.
Im Philosophsichen Salon halten wir uns an die folgenden Regeln:
- Man darf 'nur' zuhören.
- Man darf sprechen, (Verständnis-)Fragen stellen, Wissen teilen und den Gesprächsverlauf eigenverantwortlich mitgestalten.
- Ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander schafft Vertrauen.
- Es geht um Dialog, nicht um einen Monolog.
- Zuhören und Ausredenlassen bieten die Gelegenheit, neue Impulse zu erhalten.
- Bewertungen dürfen pausieren. Abwertungen bleiben draußen vor der Tür.
- Jede*r darf glauben, was er oder sie möchte: keine Missionierungen.
- Verschwiegenheit: Gerne darf man von der generellen Erfahrung im Philosophischen Salon berichten, doch Namen und Persönliches anderer Teilnehmender bleiben geheim.
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Archiv
Was ist Freiheit?
Ist Freiheit etwas für sich genommen oder bedeutet es, von etwas frei zu sein? Geht es dabei immer nur um eine Relation: Ich bin frei von X und damit gilt es X zu bestimmen? Oder ist Freiheit ein für sich stehendes Konzept?
Der Brockhaus Philosophie (Mannheim, 2009) verweist auf die zwei Bestimmungen des Freiheitsbegriffes:
„Seit Isaiah Berlins Essay "Two Concepts of Liberty" (1958; dt. "Zwei Freiheitsbegriffe") hat sich die Unterscheidung zwischen zwei Begriffen der Freiheit eingebürgert.
[1] Freiheit kann einerseits verstanden werden als Abwesenheit äußerer Zwänge und Bindungen. Diese können naturhafter Art, etwa in Form körperlicher Bedürfnisse, sein oder (z. B. aufgrund von Normen und Konventionen) ihren Ursprung in der Gesellschaft haben. Unter diesem Gesichtspunkt wird Freiheit negativ charakterisiert. Es handelt sich um 'Freiheit von' oder Handlungsfreiheit.
[2] Andererseits kann Freiheit auch als die Fähigkeit aufgefasst werden, seinem eigenen Wollen eine Richtung zu geben. Man spricht dann von Entscheidungs- oder Willensfreiheit. Diese ist eine 'Freiheit zu' und somit positiv bestimmt. Sie war und ist Gegenstand vieler philosophischer sowie theologischer Bemühungen und wird häufig auch als 'Autonomie' bezeichnet. Das Konzept der Willensfreiheit verweist auf die klassische Frage von Freiheit und Determinismus, die in zwei Teilprobleme zerfällt, [2.1] nämlich die Frage der theoretischen Philosophie, ob unsere Wünsche und Handlungen kausal determiniert sind, sei es durch Naturkausalität oder göttliche Prädestination, und [2.2] die moralphilosophische Frage, welche Folgerungen sich aus der Position des Determinismus bzw. der Autonomie ergeben. Als Willensfreiheit und Gewissensfreiheit wurde die 'Idee der Freiheit' eine der zentralen Kategorien im Selbstverständnis des neuzeitlichen Menschen." (S. 126, Sp. 2)
Beide Bestimmungen werfen die Frage auf, die uns im Salon interessieren darf: Ist Freiheit je "für sich" denkbar – oder bleibt sie immer relational, immer "Freiheit von etwas" oder "Freiheit zu etwas"?
Spiritualität mit/ohne Dogma: Woran glaubst Du?
Eines ist gewiss: Spiritualität gehört für viele Menschen zu ihrem Leben wie der eigene Atem (spiritus: Geist, Atem, Hauch). Doch in einer Welt voller unüberschaubarer spiritueller Angebote – von Sinnerklärungen und Heilsversprechen bis hin zu mystischen Lehren und dogmatischen Religionen – gerät man leicht in Verwirrung. Wer hat Recht? Wem kann man vertrauen? Und was bedeutet Spiritualität eigentlich für den eigenen Alltag? (29. November 2025)
Frauen in Führungspositionen
Je höher die Position, desto weniger oder gar keine Bewerbungen von Frauen! Diese Beobachtung lässt sich in der Rekrutierung immer wieder machen. Selbst wenn die Stellenausschreibung explizit um Bewerbungen von Frauen bittet, bemühen sich oft wenige Frauen um die Entscheiderpositionen in der Arbeitswelt. Stattdessen bewerben sich Männer, die manchmal nicht einmal zu 40% den gewünschten Anforderungen entsprechen. Woran liegt es? (25. Oktober 2025)
Künstliche Intelligenz: Dystopie oder Utopie?
Künstliche Intelligenz (KI) prägt unsere Zeit wie kaum ein anderes Thema. Mit atemberaubender Geschwindigkeit verändert sie unsere Welt – doch wohin führt dieser Wandel? Sind wir auf dem Weg in eine Zukunft voller Chancen oder stehen wir vor unkontrollierbaren Risiken? Was bedeutet es, wenn Maschinen denken lernen – für uns, unsere Arbeit, unsere Gesellschaft? Welche Möglichkeiten eröffnet KI für unser Leben? Welche Gefahren lauern in ihrer Entwicklung? Wie verändert KI unser Verständnis von Menschsein? (05. Juli 2025)
→ Blogartikel: K.I. Dystopie oder Utopie?
Was ist Demut? Und wozu ist sie nützlich?
In einer Welt voller Selbstoptimierung und Individualismus scheint Demut heute fast vergessen und nur mit negativen Konnotationen behaftet zu sein. Wir stellten uns u.a. diese Fragen: Ist Demut Selbstgeißelung oder ein verstaubtes Relikt des Christentums? Warum über einen Begriff nachdenken, der nach Unterwürfigkeit klingt? Kann uns Demut als Tugend, zu einem besseren Miteinander führen? Welche Rolle spielt Demut in der Persönlichkeitsentwicklung, in Beziehungen oder bei gesellschaftlichen Themen wie die narzisstische Selbstdarstellung in Social-Media? Kann Demut helfen, unsere Begrenztheit anzuerkennen und Verantwortung zu übernehmen - oder fördert sie (Selbst-)Abwertung, die uns in unserer Entfaltung ausbremst? Brauchen wir Demut noch? (10. Mai 2025)
→ Blogartikel: Demut in mir, zwischen uns und in der Gesellschaft
Trotzdem Ja zum Leben sagen...
Die Welt fühlt sich an wie ein Karussell: Politisch, wirtschaftlich, ideologisch – alles wirbelt durcheinander, und das im Minutentakt. Wie geht es Dir damit? Ich merke bei mir innere Unruhe, manchmal auch Angst. Andere erzählen mir Ähnliches. Wir haben uns den folgenden Fragen gestellt: Was können wir von Viktor Frankls „Trotzdem Ja zum Leben sagen“ lernen? Wie können wir unsere Ängste benennen und sie in eine hoffnungsvolle Vision verwandeln? Mit welchen Ressourcen können wir als Gesellschaft in die Zukunft gehen? (04. April 2025)
Vergebung befreit! Wie kann sie (nicht) gelingen?
Mit den folgenden Fragen sind wir ins Gespräch gestartet: Was bedeutet ‚Vergebung‘? Wann kann man (nicht) vergeben? Warum sollten wir Vergebung (nicht) anstreben? Wie kann Vergebung gelingen? (01. März 2025)
→ Blogartikel: Wie kann Vergebung (nicht) gelingen?
Du musst Dich abgrenzen!
Gemeinsam haben wir darüber nachgedacht, was ‚abgrenzen‘ bedeutet, weshalb es gut (oder schlecht) tut, in welchen Situationen es (nicht) hilfreich ist, wie es gelingen kann, was man alles erlebt, wenn man sich abgrenzt, und weshalb es vielen so schwer fällt. (14. Dezember 2024)
→ Blogartikel: "Impulse aus dem Philosophischen Salon: "Du musst Dich abgrenzen!"
Einsamkeit & Alleinsein
Wir haben darüber nachgedacht, wie wir heute miteinander aneinander vorbei leben. (10. Juni 2024)
→ Blogartikel: Wen brauche ich? Gespräche gegen die Einsamkeit
Vorläufer: Das Café Totentanz (2017-2022)
Tanja Rommler und Marieke Abram starteten am 26.11.2017 das erste Café Totentanz, um einen Raum zum Nachdenken über die Themen Sterben, Tod und Trauer zu geben. Im Laufe der folgenden 5 Jahre durften wir ausgesprochen inspirierende, horizonterweiternde und bereichernde Gespräche erleben, für die wir nach wie vor sehr dankbar sind.
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